Knopf-Raupe

Unser Märzmädchen möchte zurzeit alles alleine machen. Anziehen, ausziehen essen auf den Teller machen u.s.w jeder der ein zweijähriges Zuhause hat, weiß sicher von was ich spreche. Die Zeit ist wirklich schön, aber manchmal auch anstrengend, vor allem wenn man es morgens eilig hat an die Arbeit zu kommen. Meine Tochter hat morgens immer den Drang die Socken alleine anzuziehen oder die Knöpfe alleine zu zu machen. Das klappt auch schon recht gut, aber mit zwei Jahren darf man da keine „Geschwindigkeiten“ erwarten 😉

Friemelarbeiten liegen ihr ja schon immer, daher wollte ich ihr etwas zur Verfügung stellen um ihre Fertigkeit weiter auszubauen. Daraus entsannt die Regenbogenraupe. Zurzeit ist bei uns ja alles bunt, daher durfte es hier nicht anders sein 😉

Die Raupe ist eigentlich auch schnell gemacht.

Zuerst habe ich aus verschiedenen Stoffen (immer doppelt) 6x6cm große Vierecke zzgl. Nahtzugabe ausgeschnitten. Das ganze dann rechts auf rechts liegend (die schönen Seiten schauen sich an), rundherum zusammen nähen, dabei eine kleine Wendeöffnung von ca 2-2,5cm lassen.

Die Ecken habe ich abgeschnitten, damit die Vierecke nach dem Wenden etwas schöner liegen und nicht ganz so große knatschige Ecken entstehen.

Nach dem Wenden alles gut bügeln und rundherum knappkantig (ich nehme da immer Füßchen breit) abnähen. Hierbei schließt man auch automatisch die Wendeöffnung

Anschließend muss man sich auf den Vierecken die Position des Knopfloches markieren und dieses nähen. Wer hiermit keine Erfahrungen hat, sollte einfach mal google befragen, es gibt eigentlich für jeden Hersteller eine schöne Anleitung dazu.

An ein Gummiband habe ich an jedes Ende je ein Knopf genäht und schon war das ganze fertig.

Beim auffädeln viel mir jedoch auf das durch das hervorstehende Gummiband sich das auffädeln als etwas schwierig gestaltet, mal sehen was Töchterchen davon hält. Evtl tausche ich das Gummi noch gegen ein Band oder ähnliches.

Und wer sich jetzt wundert das am Anfang doch alle Teile doppelt da waren, hat gut aufgepasst 🙂 Ich habe die Raupe gleich doppelt genäht, so haben die Kids in meiner Krippe auch gleich was davon.

Regenbogen Wurfsäckchen

Eine Hand voll Regenbogen zum Werfen

Schon vor einem Monat wollte ich für die Mädels Wurfsäckchen zum Spielen nähen. Die zum kaufen haben mir entweder nicht gefallen, oder waren nicht waschbar. Da sie aber für drinnen und draußen nutzbar sein sollten, habe ich mich für Selbermachen entschieden.

Zum befüllen habe ich mir Plastikgranulat besorgt, welches eigentlich zum Stopfen von Puppen und Kuscheltieren genutzt wird. Für die Säckchen selbst habe ich den Stofffundus durchsucht. Weil wir zurzeit alle auf Regenbogenfarben stehen war die Farbauswahl für die Säckchen schnell getroffen, Rosa durfte bei den Mädels natürlich auch nicht fehlen 😉

Als Säckchengröße habe ich mich an der Handgröße meiner Tochter orientiert und kam auf 14,5 cm x 9,5 cm zzgl. Nahtzugabe.

Nach dem Aufmalen habe ich einmal rundherum genäht und eine kleine Wendeöffnung gelassen, sowie die Ecken abgeschnitten damit es später schöner liegt.

Nach dem Wenden habe ich alles nochmal ordentlich glatt gebügelt

Jetzt ging es ans befüllen, was ein ganzschönes gefriemel war. Wir haben die Säckchen mit je 80 g Granulat befüllt.

Wer den Zauberstich beherrscht kann nun eine Wunderbare versteckte naht nähen, da ich diesen aber immer noch nicht kann, habe ich einfach einmal über die gesamte breite genäht und somit die Wendeöffnung verschlossen.

Die Säckchen wurden sofort ausprobiert, herumgeworfen, auf dem Kopf balanciert und mit dem Kriechtunnel kombiniert als Wurfsäckchen verwendet. Sie liegen super in der Hand und fliegen ganz toll. Gemacht sind sie super schnell und absolut Anfänger geeignet. Also ran an die Nähmaschine und viel Spaß beim Nachnähen 🙂

Retro-Kita-Tasche

Kita-Tasche fürs Märzmädchen

Vor 2 Wochen wurde mir mal wieder bewusst, wie schnell eigentlich die Zeit vergeht. Spontan beginne ich nun schon ab März wieder zu Arbeiten, statt wie geplant im April. Für meine Tochter heißt das, sie darf bereits nächste Woche in den Kita gehen. Zum Glück hatte ich bereits um Silvester herum angefangen ihre KiTa-Tasche zu nähen. Sie bekommt einmal das gleiche Modell wie ihre große Schwester nur etwas kleiner. 🙂

Warum kein Rucksack?  Seit unserem Umzug müssen wir leider mit dem Auto ins Nachbardorf fahren um die Kita zu erreichen. Bei meiner großen Tochter gab es jedes mal Diskussionen, da sie den Rucksack beim verlassen des Hauses auf dem Rücken haben musste. Beim Auto muss er dann wieder runter und anschließend nach der Fahrt wieder aufgezogen werden. Da wir morgens bereits um 7Uhr an der Arbeit (Kita) sein mussten, war das immer sehr anstrengend. Also wechselten wir auf eine Tasche, diese war auch mit Fleecejacke Ruckzuck an und ausgezogen.

Das Schnittmuster ist die “Retro-Kindergartentasche” von „Kubischneck“ und ich finde die Tasche immer noch sehr schön und Praktisch. Das einzige was wirklich etwas friemelarbeit ist, ist das Verarbeiten des Schrägbandes, ich glaube wir werden auch keine Freunde mehr 😀

Adventskalender selbst gemacht Teil 2

Den Tannenbaum, die Sterne und den Elch habe ich mit der Nähmaschine genäht und je eine Wendeöffnung gelassen. Alles habe ich mit normaler Watte aus dem Bad gefüllt. Beim verschließen habe ich ganz ehrlich gesagt gefuscht…und nein, ich schäme mich gar nicht. Wenn ich bei einer Sache „aufgegeben“ habe ist es der „Matratzenstich“, ich weiß nicht was ich falsch mache, diverse Anleitungen, Erklärungen von Freunden oder der Nählererin sowie Youtube-Videos blieben erfolglos. Es geht einfach immer schief…Also behalf ich mir hier eines einfachen Wirkstoffes, namens: Bastelkleber. Und das Ergebnis wurde toll! Beim kleben bitte aufpassen, dass ihr den Stoff wieder etwas auseinander zieht. Bastelkleber zieht in alle Stoffschichten und ihr habt am Ende alle 4 lagen, nicht nur die 2 aus der Nahtzugabe verklebt.

Zurück zu den Säckchen. Die Zahlen habe ich mit Marabu 3D Farbe beschriftet. Ich bin da immer etwas pingelig und habe mir eine Schablone gebastelt, so dass alle an der gleichen Stelle sind.

Die Farbe habe ich über Nacht trocknen lassen. Falls ihr eure Projekte auch hauptsächlich Nachts voran treibt, gebe ich euch den Tipp gleich von jeder Sorte 1 Säckchen mehr zu nähen. Mir ist es bei Säckchen 22 natürlich passiert das ich es falsch beschriftet habe. Aber zum Glück war ja noch eins extra da. 😉

Am nächsten Tag kommt Fleißarbeit. Die Säckchen müssen für den tollen Effekt gebügelt werden und zwar 3 Minuten…je länger ihr bügelt desto schöner plustert es.

Für die Schleife an den Elchen habe ich einfach schmales Satinband genommen und die kleinen Glöckchen hatte ich noch in einer Bastelkiste liegen.aufauf

Die Buchstaben sind von Ottobre. Die benutze ich eigentlich für fast alles, weil ich sie sehr schön finde. Den Stoff habe ich auf S 520 Schabrackeneinlage gebügelt, so dass er fester ist.

Nach dem Ausschneiden habe ich sie mit kleinen Deko-Wäscheklammern einfach an einen Baumwollkordel geheftet.

Am unteren Rand des Kalenders habe ich ein Bommelband einfach festgeklebt und um die Ecken gehen lassen. Hierzu eignet sich auch super Zackenlitze.

Um die Säckchen aufzuhängen habe ich mir Farblich passendes Webband besorgt. Meins ist von BETTYs aus dem Karstadt. Ich habe pro Kalender 2 Päckchen verbraucht, bei einer Länge von ca 50cm.

Ich habe die Enden unten einfach umgeknickt und vernäht. Anschließend habe ich mir 24 Kordel zurecht geschnitten und gleichmäßig auf den Webbändern verteilt. Anschließend habe ich das ganze einfach mit einem Zickzackstich fest genäht.

Am Kalender habe ich die Webbänder am Ende wieder mit Reißzwecken festgemacht. Ich teste jetzt erst mal wie gut das hält, sollte das nicht halten, würde ich es mit Tackernadeln versuchen.

Am Ende wurde dann alles mit Bastelkleber auf den Kalender geklebt und über Nacht gut trocknen lassen.

Die Säckchen wurden noch befüllt und der Kalender bei uns im Esszimmer aufgehängt, so ist er auch noch eine tolle Weihnachtsdeko. 🙂

Auch wenn dieser Kalender so einfach aussieht, es steckt wirklich viel Arbeit dahinter und ich finde den Preis, nachdem ich ihn selbst gemacht habe und gesehen habe wieviele Arbeitsstunden da drinnen stecken absolut gerechtfertigt, wenn nicht sogar sehr günstig.

Adventskalender Selbst gemacht Teil 1

Ein neuer Adventskalender für die Mädels

Ich war schon eine ganze Weile auf der Suche nach Ideen für einen schönen Adventskalender. Für Yuna habe ich bereits den Haba Engel nachgebastelt, wollte aber für beide gerne den gleichen haben und da die Motivation noch so einen Engel zu basteln (es war wirklich viel Arbeit) eher gering war musste etwas neues her.

Das Orakel ist da oft ein guter Freund und so stieß ich auf einen Sehr schönen Leinwandkalender, der mir auf Anhieb gut gefiel. Auf einer Bloggerseite wurde auch gesagt woher er ist und bei Etsy habe ich ihn tatsächlich  auch noch gefunden. Bei dem Preis, war mir jedoch sofort klar, 2 davon kann ich mir definitiv nicht leichsten – also selber machen. Ist ja auch eh immer viel schöner 😉

Da das Stoffdepot im Haus ja sowieso NIE die Stoffe hat die man gerade braucht, egal wie groß es ist, habe ich mich danach gleich mal auf die Suche gemacht.

Ich finde die Patchworkstoffe von buttinette immer sehr schön und habe mir dort eine kleine Auswahl zusammengesucht. Damit ich wusste wieviel ich bestellen muss, habe ich mir zunächst Schablonen angefertigt, die Größe der Säckchen festgelegt und die Leinwandgröße festgelegt. Ich bin bei den Maßen des Originals geblieben und habe die Leinwand 40x30cm genommen.

Im Bauhaus meines Vertrauens habe ich mir im Laufe der Woche 2 Leinwände besorgt. Denn auch hier hat man ja nie die richtige Größe daheim…

Als das Stoffpaket ankam landete der Stoff direkt in der Waschmaschine, ich wasche immer lieber alles einmal vor, um die Produktionsreste ab zu bekommen. Ein paar der Stoffe hatte ich noch in meinem Fundus. 🙂

Für die Elche habe ich mir beim Ortsansässigen Händler Stoff geholt. Dieser ist mir auch gleich in der Waschmaschine kaputt gegangen. Kennt ihr das: Man wäscht den Stoff und trotz schleudern auf nur 600Umdrehungen ist der Stoff an den gefalteten Stellen ausgebleicht….wenn da jemand einen Tipp für mich hat, immer her damit!

Nach dem waschen und trocknen ging es ans Bügeln. Schon meine Handwerken-Lehrerin hat immer gesagt, gut gebügelt ist halb genäht. Es kostet viel Zeit ständig zu bügeln, aber das Ergebnis wird einfach schöner. Die Säckchen habe ich einfach im Bruch zugeschnitten, dann brauchte ich nur 2 Seiten zu nähen. Da habe ich in einer Hauruck Aktion mit der Overlock erledigt. 

Da die Kids zu der Zeit beide krank waren habe ich das verweben der Enden dann beim gemeinsamen kuscheln und Fernsehen erledigt.

Danach ging es damit weiter 48 Säckchen oben noch abzunähen, ich habe sie hierzu wieder einfach einmal durch die Overlock geschickt, so wurde der Rand auch schön gerade.

Um die Leinwand zu bespannen habe ich den Stoff erst gut gebügelt und ihn mir etwas breiter zurecht geschnitten. Als Tipp, benutzt so wenig Stoff wie möglich, dann werden die Ränder schöner. Man möchte ja keine dicken Batzen an der Seite haben.

Festgemacht habe ich alles mit Reißbrettstiften. Das hält super.

An dieser Stelle sei schon mal gesagt, dass ich nun weiß, warum dieser Kalender so “teuer” ist. Auch wenn alles gar nicht so schwierig ist,  es braucht unglaublich viel Zeit ihn anzufertigen. Wenn ich mir anschaue wie lange ich insgesamt an dem Kalender saß, könnte ich sogar einen höheren Preis absolut nachvollziehen.