Adventskalender Selbst gemacht Teil 1

Ein neuer Adventskalender für die Mädels

Ich war schon eine ganze Weile auf der Suche nach Ideen für einen schönen Adventskalender. Für Yuna habe ich bereits den Haba Engel nachgebastelt, wollte aber für beide gerne den gleichen haben und da die Motivation noch so einen Engel zu basteln (es war wirklich viel Arbeit) eher gering war musste etwas neues her.

Das Orakel ist da oft ein guter Freund und so stieß ich auf einen Sehr schönen Leinwandkalender, der mir auf Anhieb gut gefiel. Auf einer Bloggerseite wurde auch gesagt woher er ist und bei Etsy habe ich ihn tatsächlich  auch noch gefunden. Bei dem Preis, war mir jedoch sofort klar, 2 davon kann ich mir definitiv nicht leichsten – also selber machen. Ist ja auch eh immer viel schöner 😉

Da das Stoffdepot im Haus ja sowieso NIE die Stoffe hat die man gerade braucht, egal wie groß es ist, habe ich mich danach gleich mal auf die Suche gemacht.

Ich finde die Patchworkstoffe von buttinette immer sehr schön und habe mir dort eine kleine Auswahl zusammengesucht. Damit ich wusste wieviel ich bestellen muss, habe ich mir zunächst Schablonen angefertigt, die Größe der Säckchen festgelegt und die Leinwandgröße festgelegt. Ich bin bei den Maßen des Originals geblieben und habe die Leinwand 40x30cm genommen.

Im Bauhaus meines Vertrauens habe ich mir im Laufe der Woche 2 Leinwände besorgt. Denn auch hier hat man ja nie die richtige Größe daheim…

Als das Stoffpaket ankam landete der Stoff direkt in der Waschmaschine, ich wasche immer lieber alles einmal vor, um die Produktionsreste ab zu bekommen. Ein paar der Stoffe hatte ich noch in meinem Fundus. 🙂

Für die Elche habe ich mir beim Ortsansässigen Händler Stoff geholt. Dieser ist mir auch gleich in der Waschmaschine kaputt gegangen. Kennt ihr das: Man wäscht den Stoff und trotz schleudern auf nur 600Umdrehungen ist der Stoff an den gefalteten Stellen ausgebleicht….wenn da jemand einen Tipp für mich hat, immer her damit!

Nach dem waschen und trocknen ging es ans Bügeln. Schon meine Handwerken-Lehrerin hat immer gesagt, gut gebügelt ist halb genäht. Es kostet viel Zeit ständig zu bügeln, aber das Ergebnis wird einfach schöner. Die Säckchen habe ich einfach im Bruch zugeschnitten, dann brauchte ich nur 2 Seiten zu nähen. Da habe ich in einer Hauruck Aktion mit der Overlock erledigt. 

Da die Kids zu der Zeit beide krank waren habe ich das verweben der Enden dann beim gemeinsamen kuscheln und Fernsehen erledigt.

Danach ging es damit weiter 48 Säckchen oben noch abzunähen, ich habe sie hierzu wieder einfach einmal durch die Overlock geschickt, so wurde der Rand auch schön gerade.

Um die Leinwand zu bespannen habe ich den Stoff erst gut gebügelt und ihn mir etwas breiter zurecht geschnitten. Als Tipp, benutzt so wenig Stoff wie möglich, dann werden die Ränder schöner. Man möchte ja keine dicken Batzen an der Seite haben.

Festgemacht habe ich alles mit Reißbrettstiften. Das hält super.

An dieser Stelle sei schon mal gesagt, dass ich nun weiß, warum dieser Kalender so “teuer” ist. Auch wenn alles gar nicht so schwierig ist,  es braucht unglaublich viel Zeit ihn anzufertigen. Wenn ich mir anschaue wie lange ich insgesamt an dem Kalender saß, könnte ich sogar einen höheren Preis absolut nachvollziehen.

Geburtstagsraupe aus Holz

Eine Geburtstagsraupe für die ganze Familie

 

Als meine kleine 1 Jahr alt wurde, beschloss ich eine Geburtstagsraupe zu machen. Bisher hatten wir immer die Raupe meiner Mutter geliehen, aber wie das so ist, man möchte gerne etwas eigenes 🙂

Also startete das Projekt „Geburtstagsraupe“

Im Baumarkt habe ich mir einfach ein Regalbrett in gewünschter Dicke gekauft. Als Vorlage habe ich die Geburtstagsraupe meiner Mutter genommen. Die gibt es heute auch noch zu kaufen und ist von „Spaß am Spielen“.

Mit dem Brett und dem vorab besorgtem Werkzeug ging es dann in die Werkstatt meines Vertrauens, zu meinem Papa. Der half mir an einem Nachmittag mit den nötigen Maschinen und Hilfestellungen, hier nochmal ein großes Danke! Die einzelnen Raupenteile auszusägen.

Hierfür haben wir einen großen Topfbohrer genommen und diesen immer im gleichen Abstand versetzt angesetzt. Das war sehr Praktisch, denn so ergab das Bohrloch des Vorgängers immer die Rundung des nächsten Raupenteils. Das erste Loch war rund und somit super als Kopf geeignet.

Die Teile habe ich anschließend einmal abgeschliffen.

Die Körperteile haben anschließend alle ein Loch für ein Teelicht bekommen. Hierfür habe ich einen Forstnerbohrer genommen. Das Bohrloch ist etwas größer geworden, weil ich gerne ein kleines Glas mit hineinstellen wollte.

In 4 Körperteile habe ich ein kleineres Loch „geforstnert“ in dieses Passen nun super die Geburtstagszahlen von Grimms. Die Teile wurden alle nochmal Ordentlich geschliffen und weiß Grundiert. Jeder von uns bekam seinen eigenes Geburtstagsstück, mit dem Sternzeichen, sowie Name und Geburtstag darauf.

Die übrigen Teile habe ich ebenfalls angemalt. Hierfür habe ich meine Acrylfarbe benutzt, welche ich auch bei Leinwänden verwende. Insgesamt kamen 4 Personalisierte Körper, 1 Kopf und 12 Körperteile heraus.

Bis zum Geburtstag schaffte es der Kopf leider nicht fertig zu werden, hier musste nochmal der „alte Raupenkopf herhalten. 

Wie das oft so ist wurde alles weggepackt und geriet etwas in Vergessenheit, bis der 5te Geburtstag der Großen anstand…leider viel mir das zu spät ein und während der ganzen Feenparty Vorbereitung hatte ich auch keine Zeit mehr den Kopf endlich fertig zu stellen. Das habe ich nun endlich nachgeholt.

Als die Kleine schlief habe ich für die Raupe eine Nase gebastelt, hierzu habe ich eine Holzperle genommen, ein Loch reingebohrt, ebenso in das Kopfteil. Verbunden habe ich alles mit ein Stück Rundholz, welches noch übrig war und Holzleim. Die Kugel habe ich mit Holzlasur die ich noch aus einem anderen Projekt da hatte angemalt. Ginge genauso gut mit Acryl…

Für die Fühler habe ich einen neuen Handfeger zweckentfremdet. Bei diesem habe ich ein paar Borsten abgeschnitten und mit Holzleim in die Vorgebohrten Löcher im Kopf geklebt.

Die Augen und der Mund sind wieder mit Acryl aufgemalt.

Während der Fertigstellung viel der Großen dann direkt auf, dass die Raupe noch garkein Schwänzchen hat. Zum Glück stand das Holzbrett hier noch Griffbereit in einer Ecke (ich weiß schon warum ich so was nie gleich „entsorge“. Aus den Resten habe ich dann noch schnell einen Schwanz ausgesägt und geschliffen.

Alle Teile (bis auf Kopf und Schwanz) habe ich anschließend mit Holzlack versiegelt. Ob die anderen Teile nochmal folgen weiß ich noch nicht, aber ich hatte keine Lust den Lack auszugraben 😉

Wir sind mit dem Ergebnis total zufrieden und freuen uns nun auf den nächsten Geburtstag.