Schüttkiste

Hier war das Wetter die letzten Tage eher solala, so das wir weniger draußen waren. Um die Kids zu beschäftigen musste also eine Idee her und was liegt da näher als eine Schüttkiste zu machen 🙂

Das Märzmädchen ist gerade absolut begeistert vom Umfüllen und hin und her schütten von eigentlich allem was sie finden kann. Da wird der eigene Wasserbecher schon mal schnell ins Glas vom Papa geschüttet, wenn dieser nicht hinsieht. XD

So eine Schüttkiste ist auch schnell gemacht und kann ich jedem mit einem 2-jährigem schütt-begeistertem Kind nur empfehlen.

Benutzt habe ich dazu Reis, welchen ich eingefärbt habe und das sieht einfach nur super aus. Mit Nudeln habe ich es auch versucht, aber die Ergebnisse waren eher durchwachsen, vielleicht habe ich auch nur noch nicht die richtige Sorte probiert, ich werde es mit den nächsten Nudelresten einfach nochmal probieren…Ihr braucht:

Ihr braucht:

  • Reis
  • Lebensmittelfarbe
  • ca 1/2 Esslöffel Essig
  • eine Schüssel oder einen Gefrierbeutel
  • ein Backblech mit Backpapier

Zuerst habe ich die Lebensmittelfarbe in einen Gefrierbeutel gefüllt, den Essig dazu gefüllt und ein paar Tropfen Wasser (meine Farbe war sehr dickflüssig). Das ganze habe ich etwas vermischt so das sich die Farbe etwas auflöst, dadurch klappte es mit dem Färben besser. Pro Farbe habe ich ca 250g abgewogen (bzw. soviel wie in das dafür vorgesehene Glas gepasst hat) und diesen dann zu der Farbe geschüttet. Das ganze gut durchkneten so das der ganze Reis bedeckt ist.

Anschließend alles auf das Backblech legen und etwas verstreichen so trocknet es besser. lies sich es nicht nehmen alles “allein” (Lieblingswort glaube ich) zu verstreichen.

Da ich mehrere Farben vor hatte herzustellen, habe ich das ganze dann im Backofen bei 50° getrocknet.

Der Reis sollte wirklich gut trocken sein bevor man ihn umfüllt!

Für die Box habe ich alle möglichen Sachen zusammen gepackt. Trichter, Schöpfkellen, eine Kanne, Becher etc.

Nach dem Spielen kann man den Reis sehr gut wieder in eine Mischkiste packen, das was wir nicht zu greifen bekommen haben, hat der Staubsauger bekommen, so ist im Nu auch wieder aufgeräumt.

Die Schüttkiste kam bei meinen Mädels super an. Auch die Große war damit über eine Stunde beschäftigt und stibitzte sich die Kiste auch später nochmal. 😉

Knopf-Raupe

Unser Märzmädchen möchte zurzeit alles alleine machen. Anziehen, ausziehen essen auf den Teller machen u.s.w jeder der ein zweijähriges Zuhause hat, weiß sicher von was ich spreche. Die Zeit ist wirklich schön, aber manchmal auch anstrengend, vor allem wenn man es morgens eilig hat an die Arbeit zu kommen. Meine Tochter hat morgens immer den Drang die Socken alleine anzuziehen oder die Knöpfe alleine zu zu machen. Das klappt auch schon recht gut, aber mit zwei Jahren darf man da keine „Geschwindigkeiten“ erwarten 😉

Friemelarbeiten liegen ihr ja schon immer, daher wollte ich ihr etwas zur Verfügung stellen um ihre Fertigkeit weiter auszubauen. Daraus entsannt die Regenbogenraupe. Zurzeit ist bei uns ja alles bunt, daher durfte es hier nicht anders sein 😉

Die Raupe ist eigentlich auch schnell gemacht.

Zuerst habe ich aus verschiedenen Stoffen (immer doppelt) 6x6cm große Vierecke zzgl. Nahtzugabe ausgeschnitten. Das ganze dann rechts auf rechts liegend (die schönen Seiten schauen sich an), rundherum zusammen nähen, dabei eine kleine Wendeöffnung von ca 2-2,5cm lassen.

Die Ecken habe ich abgeschnitten, damit die Vierecke nach dem Wenden etwas schöner liegen und nicht ganz so große knatschige Ecken entstehen.

Nach dem Wenden alles gut bügeln und rundherum knappkantig (ich nehme da immer Füßchen breit) abnähen. Hierbei schließt man auch automatisch die Wendeöffnung

Anschließend muss man sich auf den Vierecken die Position des Knopfloches markieren und dieses nähen. Wer hiermit keine Erfahrungen hat, sollte einfach mal google befragen, es gibt eigentlich für jeden Hersteller eine schöne Anleitung dazu.

An ein Gummiband habe ich an jedes Ende je ein Knopf genäht und schon war das ganze fertig.

Beim auffädeln viel mir jedoch auf das durch das hervorstehende Gummiband sich das auffädeln als etwas schwierig gestaltet, mal sehen was Töchterchen davon hält. Evtl tausche ich das Gummi noch gegen ein Band oder ähnliches.

Und wer sich jetzt wundert das am Anfang doch alle Teile doppelt da waren, hat gut aufgepasst 🙂 Ich habe die Raupe gleich doppelt genäht, so haben die Kids in meiner Krippe auch gleich was davon.

Regenbogenwippe

Als Enya 1 Jahr alt wurde, bemerkte ich erst mal wie schwer es eigentlich sein kann ein Geburtstagsgeschenk für das zweite Kind auszusuchen. Da von der großen Schwester noch alle Spielsachen vorhanden waren und ich auch der Ansicht bin, dass diese Spielsachen vollkommen ausreichend waren ging das überlegen los. Ich entschied mich daher Geschenke zu wählen, von denen sie noch viele Jahre freude haben würde, im besten Fall auch zu zweit bespielbar waren und die große ebenso nutzen konnte wie die kleine. Das „Hauptgeschenk“ war unsere Regenogenwippe, die ich euch hier gerne einmal zeige. 🙂

Die Vorlage habe ich bei “rabaukenrabatz” gefunden. Die Wippe ist ca 56cm hoch und auch ein ganzes Stück breiter als die, welche man fertig kaufen kann. Die Bretter habe ich breiter gemacht und länger (50 cm lang, 12 cm breit und 2cm dick), so dass die beiden auch zu zweit noch gut darauf passen. Die Bretter habe ich direkt im Baumarkt aus Multiplex zuschneiden lassen. Für die Kufen habe ich 1cm dicke Sperrholz-Pappel genommen.

Ausgesägt habe ich die Kufen mit der Stichsäge und dann mit dem Schwingschleifer nach gearbeitet. Hier empfehle ich Ohrenschützer, so eine Wippe ist nicht von jetzt auf gleich ausgesägt und geschliffen und auf die Dauer ist es wirklich laut. Mir fällt sowas oft erst hinterher auf, bei der Arbeit bin ich zu sehr abgelenkt 😉

Da ich etwas neues ausprobieren wollte und die Maserung vom Holz am ende noch sichtbar sein sollte habe ich mich am Beizen versucht und bin von dem Ergebnis total begeistert. Im Baumarkt habe ich mir die Grundfarben besorgt, zum anrühren der Marke „Clou“ und mir die Farben solange gemischt bis ich zufrieden war. Da ich ehrlich gesagt nicht wusste wie ich Türkis mischen sollte, habe ich mir eine fertig angerührte online bestellt.

Die Bretter habe ich vorgeschliffen, anschließend gewässert und dann nochmal geschliffen. Nun kam endlich die Farbe ins Spiel. Bemalt habe ich alles mit einem Schwämmchen, dass hat auch super geklappt. Zum Glück hatten wir genug Wasserkästen im Haus, sonst hätte ich nicht gewusst wie ich sie am besten hätte trocknen sollen 😉

Die Bretter werden nach dem Trocknen (am nächsten Tag) weiter bearbeitet. Erst habe ich alles mit einer Beizbürste bearbeitet, anschließend mit “Schnellschleif-Grundierung” gestrichen. Das fixiert die Beize und ist eine vprbereitung für die spätere Lakierung.

In der Sonne konnte man die Farben dann schon richtig toll sehen. Sie schimmerten einfach toll.

Nach dem Trocknen wurde alles nochmal leicht abgeschliffen und mit “Aqua Clou Holzlack” gestrichen, um die tolle Farbe vor den Kletterkünsten meiner Töchter zu schützen. Auch hat der Anstrich dafür gesorgt, dass alles glatt wird und sie besser herunter rutschen können.

Für das Zusammenschrauben braucht man dann auf jedenfall Hilfe! Die Anordnung der Bretter war eigentlich sofort klar. Die Löcher haben wir vorgebohrt um das reißen des Holzes zu verhindern.

Die Wippe war am Geburtstag ein Highlight und wurde erstmal als Versteck genutzt und mit Tüchern behängt. Vorsichtige Wippversuche fanden auch gleich statt.

Mittlerweile geht das ganze etwas wilder zu…beim wippen frage ich mich ob sie einen überschlag wohl schafft und mittlerweile ist Enya auch groß genug um alleine hoch zu klettern und ins Bällebad zu rutschen. Arm in Arm nebeneinander rutschen klappt auch super.

Ganz allein Wippen lassen sollte man die Kinder aber nicht, die Wippe hat ein hohes Eigengewicht und wenn die über Finger oder Füße wippt stelle ich mir das nicht lustig vor.

Alles in allem aber sehr zu empfehlen und da sie nach einem Jahr immer noch ein Highlight ist werden wir sicher auch noch eine ganze weile länger freude damit haben 🙂

Regenbogen Wurfsäckchen

Eine Hand voll Regenbogen zum Werfen

Schon vor einem Monat wollte ich für die Mädels Wurfsäckchen zum Spielen nähen. Die zum kaufen haben mir entweder nicht gefallen, oder waren nicht waschbar. Da sie aber für drinnen und draußen nutzbar sein sollten, habe ich mich für Selbermachen entschieden.

Zum befüllen habe ich mir Plastikgranulat besorgt, welches eigentlich zum Stopfen von Puppen und Kuscheltieren genutzt wird. Für die Säckchen selbst habe ich den Stofffundus durchsucht. Weil wir zurzeit alle auf Regenbogenfarben stehen war die Farbauswahl für die Säckchen schnell getroffen, Rosa durfte bei den Mädels natürlich auch nicht fehlen 😉

Als Säckchengröße habe ich mich an der Handgröße meiner Tochter orientiert und kam auf 14,5 cm x 9,5 cm zzgl. Nahtzugabe.

Nach dem Aufmalen habe ich einmal rundherum genäht und eine kleine Wendeöffnung gelassen, sowie die Ecken abgeschnitten damit es später schöner liegt.

Nach dem Wenden habe ich alles nochmal ordentlich glatt gebügelt

Jetzt ging es ans befüllen, was ein ganzschönes gefriemel war. Wir haben die Säckchen mit je 80 g Granulat befüllt.

Wer den Zauberstich beherrscht kann nun eine Wunderbare versteckte naht nähen, da ich diesen aber immer noch nicht kann, habe ich einfach einmal über die gesamte breite genäht und somit die Wendeöffnung verschlossen.

Die Säckchen wurden sofort ausprobiert, herumgeworfen, auf dem Kopf balanciert und mit dem Kriechtunnel kombiniert als Wurfsäckchen verwendet. Sie liegen super in der Hand und fliegen ganz toll. Gemacht sind sie super schnell und absolut Anfänger geeignet. Also ran an die Nähmaschine und viel Spaß beim Nachnähen 🙂

Ein Zuhause für die Regenbogenfreunde

Sortierbrett für die Regenbogenfreunde

Vor einer Weile haben wir die Regenbogen Freunde von Grimms bereits nach gebastelt, jetzt hatten wir das Problem der Lagerung. Geplant waren Schälchen, oder ein Aufbewahrungsbrett.

Auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für die Kleine, bin ich dann bei den Grimms-neuheiten auf dieses schöne Sortierbrett gestoßen. Die Männchen haben alle ihren Platz und es kann als eigenes Sortierspiel fungier​en, dabei sieht es natürlich noch schick aus. Perfekt!

Im Baumarkt habe ich mir eine Multiplexplatte 14x18cm zuschneiden lassen. Die Stellflächen wollte ich mit einem 3cm Forstnerbohrer bohren. War aber leide eine doofe Idee, da die Männchen selbst ja schon 3cm haben. Seltsamerweise passen die lasierten Männchen hinein, die Regenbogenmännchen mit verdünnter Acryfarbe bemalt aber nicht… Da unser Fundus keinen 32mm großen Bohrer gab musste ich diesen leider noch besorgen. Ich vermute aber das er noch öfters zum Einsatz kommen wird 😉

Auf dem Brett habe ich mir die Mitte der Löcher dann berechnet und markiert. Anschließend die Löcher mit unserem Accuschrauber gebohrt und abgeschliffen. Wer eine Halterung für den Accuschrauber hat ist hier klar im Vorteil um gerade zu arbeiten. Es hat ohne aber auch wunderbar geklappt!

Mit den gleichen Farben mit denen ich bereits die Männchen bemalt habe, habe ich nachdem ich alles gut vom Staub befreit und geschliffen habe dann den Boden der Löcher bemalt. So sah das ganze nach dem ersten Anstrich aus. Ein 2ter folgte noch.

Da ich die Holzhaptik gerne behalten wollte, habe ich nur den Lochboden mit Lack überzogen, so dass die Farbfläche geschützt ist.

Schon war das ganze fertig. Es ist Ruck Zuck gemacht, sieht toll aus und kann nicht nur für die Männchen benutzt werden. Yuna hat das Spielbrett schon gleich umfunktioniert um ihre Perlen zu Sortieren.

1001 Nacht für die Magnetwand

Magnetspiel selbst gemacht

Zu Weihnachten hat sich meine Große die „1001 Nacht“ Bauklötze von Grimms gewünscht. Einfach nur wunderschön diese Klötzchen und ich kann sie jedem wärmsten empfehlen.

Weil uns das Motiv so gut gefallen hat habe ich das ganze Prompt als Anlass genommen um das ganze als Magnetspiel nach zu basteln. Ja, das gibt es auch zu kaufen, aber warum 30€ ausgeben, wenn man es selber machen kann? 😉

Im Bauhaus habe ich mir Sperrholz für Modellflugzeuge geholt. Damit alles passt suchte ich ein Foto des Originals, skalierte es auf die passende Größe und druckte es aus. Auf die Sperrholzplatte habe ich das ganze mithilfe meines Kopierpapiers (eigentlich zum nähen) übertragen. Anschließend habe ich alles mit der Laubsäge ausgesägt und geschliffen.

Im Vergleich zu den großen Bauklötze wirken die kleinen Magnetteile wirklich winzig!

Der zweite Abend stand ganz im Zeichen der Farben 🙂 Mittlerweile waren auch die Original Bauklötze da, so dass ich mich direkt an den Farben orientieren konnte.

Sind sie nicht toll geworden?

Nach dem Trocknen habe ich aus Magnetfolie passende Stücke zurecht geschnitten und mithilfe von Bastelkleber einfach aufgeklebt. Die Folie war zwar selbstklebend, aber ich traue diesen Klebeschichten nicht wirklich.

Wir sind von dem Ergebnis total begeistert und brauchen nun eine schöne Magnettafel. Auf schwarzem Hintergrund wirken die Teile einfach toll! Bis wir diese haben wird wohl noch eine Weile die Seitenverkleidung meines alten Computers herhalten müssen. 😉

Holz Steckspiel für Kleinkinder

Scheibendose

 

Eins der absoluten Lieblingsspielzeuge meiner jüngsten Tochter ist seit Oktober, diese tolle Holzdose. Ich habe sie damals noch bei dawanda gekauft. Die Scheiben habe ich bei ebay erworben und mit Holzlasur angemalt.

Oben in den Deckel der Dose habe ich erst ein paar Löcher entlang des Schlitzes gebohrt und anschließend das ganze mit der Laubsäge richtig ausgesägt. Mit einer Feile alles noch ordentlich abschliffen und fertig war alles.

Das ganze ist super schnell gemacht und funktioniert mit allen möglichen Holzdosen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass die Scheiben unten genügend Platz haben um hinein zufallen.

Eine günstige Variante wäre auch eine alte Kaffeedose zu benutzen und in den Deckel einen Schlitz zu schneiden.

Retro-Kita-Tasche

Kita-Tasche fürs Märzmädchen

Vor 2 Wochen wurde mir mal wieder bewusst, wie schnell eigentlich die Zeit vergeht. Spontan beginne ich nun schon ab März wieder zu Arbeiten, statt wie geplant im April. Für meine Tochter heißt das, sie darf bereits nächste Woche in den Kita gehen. Zum Glück hatte ich bereits um Silvester herum angefangen ihre KiTa-Tasche zu nähen. Sie bekommt einmal das gleiche Modell wie ihre große Schwester nur etwas kleiner. 🙂

Warum kein Rucksack?  Seit unserem Umzug müssen wir leider mit dem Auto ins Nachbardorf fahren um die Kita zu erreichen. Bei meiner großen Tochter gab es jedes mal Diskussionen, da sie den Rucksack beim verlassen des Hauses auf dem Rücken haben musste. Beim Auto muss er dann wieder runter und anschließend nach der Fahrt wieder aufgezogen werden. Da wir morgens bereits um 7Uhr an der Arbeit (Kita) sein mussten, war das immer sehr anstrengend. Also wechselten wir auf eine Tasche, diese war auch mit Fleecejacke Ruckzuck an und ausgezogen.

Das Schnittmuster ist die “Retro-Kindergartentasche” von „Kubischneck“ und ich finde die Tasche immer noch sehr schön und Praktisch. Das einzige was wirklich etwas friemelarbeit ist, ist das Verarbeiten des Schrägbandes, ich glaube wir werden auch keine Freunde mehr 😀

Unsere Regenbogenbande mit Freunden

Regenbogenbande Ruck Zuck selbst gemacht!

Wir lieben hier ja die tollen Grimms Spielsachen, jedoch muss ich bei den Preisen Regelmäßig schlucken. Genauso erging es mir bei den Regenbogenbande. Sie passen ja super zum Regenbogen und zu den Bauklötzen, aber 30€ für 12 Freunde war mir dann doch zu teuer.

Bei meinem Lieblings-Holzlieferanten gab es zum Glück auch gleich die passenden Figurenkegel. Für 12 Männchen (6cm hoch) zahlt man dort 3,60€. Eine kleinere Größe (3,8cm höhe) haben ich auch direkt mitbestellt.

Zum bemalen habe ich wieder meine Acrylfarben auf Wasserbasis genommen.

Nach 3 Abenden waren auch alle Männchen bemalt und wurden schon freudig in Empfang genommen.

Und wenn ich schon mal dabei war, habe ich direkt noch ein paar Männchen mehr gemacht. Die Mädels sind begeistert!

Welche Musikbox für (Klein-)Kinder darf es sein?

Cd Spieler, Hörbert, Toniebox und Tigerbox?

Anfang 2018 habe ich mich mal wieder über unseren CD-Spieler geärgert, selbst auf leisester Stufe ist das Erbstück meiner Oma noch zu laut, erst recht abends zum einschlafen. Die Lautstärke lässt sich nicht drosseln, so überschreitet er mit nur wenigen Klicks die 85db um ein Weites und ist somit für Kinderohren definitiv zu laut.

Ich habe schon eine ganze Weile nach einer alternative gesucht. Sehr schön fand ich damals den Hörbert, da dieser komplett aus Holz und für Kinder super leicht zu bedienen ist. Durch die SD-Karte passt auch eine ganze Menge darauf und man ist nicht durch extra zugekaufte Figuren oder ähnliches eingeschränkt. Der Akku ist super praktisch, da man den Hörbert überall mit hinnehmen kann. Der Preis schreckt einen zwar erstmal ab, allerdings ist es eine super Sache ihn sich einfach von der Familie als Sammelgeschenk unter den Weihnachtsbaum legen zu lassen. So entgeht man auch einer oft ungewollten Spielzeugflut. 😉

Die Toniebox fand ich auf den ersten Blick schon total toll. Sie hat die Form eines Würfels, ist mit Leder bezogen und gibt es mittlerweile in vielen knalligen Farben. Die süßen Öhrchen, die als Knöpfe fungieren, sind einfach nur Zucker. Die Figuren, die man darauf stellt, um einzelne Hörspiel etc. zu Starten, wecken doch sofort den „Jäger und Sammler“ in einem. Bei mir ist das zumindest leider so… Die Möglichkeit durch die KreativTonies selbst Alben, sowie selbst aufgenommene Audiodateien darauf zuspielen fand ich super, da wir eine wirklich große CD Sammlung besitzen. Ich fand auch diverse Anleitungen um sich eigene „Tonies“ zu basteln, was für mich gleich noch ein Pluspunkt mehr war.  😉

Doch da habe ich die Rechnung leider ohne meinen Mann gemacht. Dieser hat sich natürlich anders als ich mit der Box auseinander gesetzt und schaute sich erstmal die AGBs und die Technik dahinter genauer an. Und nun kam die Ernüchterung… Die tollen KreativTonies lassen sich nämlich NUR über die zur Verfügung gestellte Software des Herstellers benutzen und das auch NUR über die Firmeneigene TonieCloud. Die Nutzung einer eigenen Cloud ist nicht möglich. Zum beschreiben der Box, welche ja nicht von Anfang an mit dem Inhalt der Tonies befüllt ist bedeutet das, sie muss im Wlan hängen, ob man das nun möchte oder nicht um dann nach Hause zu telefonieren.

Vom PC/App aus muss man seine Audiofiles jetzt erst einmal über das Internet an die TonieCloud schicken und diese schickt sie wiederum aus dem Internet wieder zurück ins heimische Wlan auf die eigene TonieBox… super Lösung…

In den AGBs wird außerdem darauf hingewiesen, dass Dateien welche man auf die Box schiebt stichprobenartig überprüft werden. Wenn ich also ein Buch vorlese, oder das Lieblingslied meiner Tochter aufnehme und dieses auf die Box schieben möchte, kann sich das ein Mitarbeiter nun anhören. Ganz ehrlich, das finde ich nicht sehr prickelnd. Auch der Vorteil, das Familienmitglieder den Kids über die Tonies Nachrichten zukommen lassen können, bekommt so für mich einen faden Beigeschmack.

Was dann das endgültige Aus bedeutete war die Tatsache, dass sich der Hersteller das Recht vorbehält, Kosten für das bespielen der KreativTonies zu erheben. Darf ich also in ein paar Jahren, wenn die Kapazität ihrer Server nicht mehr ausreicht, die gekauften KreativTonies nur noch uneingeschränkt über eine vorgeschriebene, stichprobenartig abgehörte FirmenCloud nutzen, wenn ich dafür extra bezahle?

Was man auch noch wissen sollte ist, dass sollte die Firma aus irgendwelchen Gründen den Betrieb einstellen und die TonieCloud abschalten, wäre die Toniebox nicht mehr nutzbar, da sie ja von dieser abhängig ist…

Diese Punkte sollte man sich vor einem Kauf genau anschauen und für sich entscheiden, ob man möchte, das 3te die privaten Audiodateien abhören und man bereit ist später noch weitere anfallende Kosten zu zahlen. Optisch ist die Box sicher ein Highlight, die Figuren welche auch nicht gerade günstig sind optisch natürlich auch was für‘s Auge und schmücken in einem hübschen Setzkasten sicher auch toll das Kinderzimmer. In unserem aber nicht.

Die Tigerbox ist die kleine Würfelalternative zur Toniebox, sie ist von den drei Geräten mit Abstand die günstigste, da sie außer einer SD-Karte keine weiteren Figuren oder ähnliches benötigt, um sie zu benutzen. Die Kosten sind somit absolut überschaubar. Mittlerweile gibt es die Box sogar in verschiedenen Designs, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die Anzahl der Knöpfe ist auch hier überschaubar gehalten, so das auch jüngere Kinder die Box sehr schnell bedienen können. Praktisch finde ich auch die Möglichkeit, ihn einfach als Bluetoothbox zu verwenden, so kann man auch schnell etwas vom Smartphone starten. Der eingebaute Akku hält eine ganze Weile durch und der Sound reicht für das Kinderzimmer sicher genauso wie bei den anderen Geräten vollkommen aus.

Ob nun Hörbert, Toniebox oder Tigerbox muss jeder für sich entscheiden. Jeder hat seine Vor- und mancher auch einige Nachteile. Bei uns endete es wie es enden musste. Wir beschlossen uns eine eigene Box zu bauen 😛

Unser Musikbox entwickelte sich nach anfänglicher Orientierung am schönen Würfeldesign der Tonie- und Tigerbox, in eine etwas größer geratene Boombox für Kinder mit Stereosound und RFID Karten. Klingt besser, ist ein Unikat und somit etwas ganz besonderes. 🙂